Partnerseminar Menü:    Startseite    Agenda    Vorträge    Adresse    Weitere Informationen


Würzburg und seine Wahrzeichen

Residenz mit Hofgarten – UNESCO-Weltkulturerbe

Die Residenz in Würzburg gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen des Barock in Europa. Ehemals im Besitz der Würzburger Fürstbischöfe ist die Residenz 1720–1744 im Rohbau entstanden und bis 1780 fertig ausgestattet worden. Der erste Bauherr, Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn, übertrug die Planung dem damals noch jungen und unbekannten Architekten Balthasar Neumann (1687–1753). Bis zur Vollendung des gewaltigen Baus diente der begabte Architekt auch dem Bruder und zweiten Nachfolger Johann Philipps, Friedrich Carl von Schönborn, sowie den beiden folgenden Würzburger Fürstbischöfen. Die Baukosten beliefen sich insgesamt auf etwa 1,5 Millionen Gulden – bei einem Gulden Wochenlohn für einen Taglöhner eine gewaltige Summe. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Residenz während des Luftangriffs auf Würzburg am 16. März 1945 stark getroffen und brannte fast völlig aus. Der mühsame Wiederaufbau zog sich bis ins Jahr 1987. Bereits 1981 wurde sie in die Liste der Weltkulturerben der UNESCO eingetragen - als drittes Bauwerk überhaupt in Deutschland.

 

Festung Marienberg

Die Festung thront auf dem Marienberg, der sich auf der linken Mainseite über die Würzburger Altstadt erhebt. Als ältester erhaltener Teil gilt die Marienkirche aus dem Jahr 706. Die Burg diente den Würzburger Fürstbischöfen über Jahrhunderte als Herrschaftssitz und war auch Schauplatz des Bauernkrieges von 1524/25. Während des Luftangriffs auf Würzburg am 16. März 1945 wurde auch die Festung stark beschädigt. Die Feuer wüteten insbesondere in den Dachstühlen der Echter-Bastei und der Bauwerke rund um den inneren Burghof. Trotz vieler Schwierigkeiten gelang es der Feuerwehr nach zehn Tagen und neun Nächten, die Brände auf der Festung zu löschen und so das Wahrzeichen der Stadt dauerhaft für die Nachwelt zu sichern. Bereits ab 1950 wurde die Festung Marienberg wiederaufgebaut. Heute ist sie eines der bedeutendsten Wahrzeichen Würzburgs und damit ein touristischer Anziehungspunkt.

 

Wallfahrtskirche „Käppele“

Die barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, allgemein unter der Bezeichnung „Käppele“ bekannt, liegt über der Würzburger Altstadt auf dem Nikolausberg. Bereits nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) fanden die ersten Wallfahrten auf den Nikolausberg statt. Im Jahr 1653 wurde dort eine erste hölzerne Gnadenkapelle errichtet. Die heutige Wallfahrtskirche wurde nach Plänen von Balthasar Neumann aus dem Jahre 1736 erweitert. Würzburger Bildhauer schufen zwischen 1767 und 1778 die 77 lebensgroßen Figuren der Kreuzwegstationen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die Kapelle zweimal vor der Zerstörung verschont. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Kirche durch ein halbes Dutzend Phosphorbrandbomben getroffen, die daraus entstandenen Feuer konnten jedoch gelöscht werden. Einem Befehl vom 4. April 1945, das Käppele vorsorglich zu zerstören, verweigerte sich der zuständige Gefreite hartnäckig. Damit wurde das Käppele erneut vor der kompletten Zerstörung bewahrt.   

 

Alte Mainbrücke

Die Alte Mainbrücke ist die älteste Brücke in Würzburg und verbindet die Altstadt mit dem Mainviertel und dem Marienberg, auf dem die malerische Festung steht. Berühmt ist die Brücke insbesondere wegen der „Brückenheiligen“, 12 überlebensgroßer Steinfiguren von Persönlichkeiten, die teils in enger Beziehung zu Würzburg standen. So etwa die drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan oder auch Kaiser Karl der Große, der hier vom Würzburger Bischof empfangen wurde. Erbaut wurde die Alte Mainbrücke im Jahre 1120. Durch winterliche Vereisung und zahlreiche Hochwasser im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Brücke komplett zerstört. 1476 wurde mit dem Neubau der Brücke begonnen, welcher erst im Jahre 1703 fertiggestellt wurde. Heute ist die idyllische Alte Mainbrücke vor allem durch den „Brückenschoppen“ bekannt und lädt viele Touristen und Einheimische zum Verweilen bei einem Glas Wein ein.

 

Kiliansdom

Der Dom St. Kilian zu Würzburg ist eine römisch-katholische Kirche, die dem Heiligen Kilian geweiht ist. Als Frankenapostel missionierte er gemeinsam mit seinen beiden Wegbegleitern Kolonat und Totnan die fränkische Gegend um Würzburg. Begraben sind die drei Missionare im direkt anliegenden Neumünster mit seiner beeindruckenden barocken Fassade.

 

Der Dom ist die Bischofskirche des Würzburger Bistums. Mit seiner Doppelturmfassade und einer Gesamtlänge von 105 Metern ist er das viertgrößte romanische Kirchengebäude Deutschlands und ein Hauptwerk deutscher Baukunst zur Zeit der salischen Kaiser. Erbaut wurde der Würzburger Dom ab 1040 von Bischof Bruno. Es handelt sich dabei bereits um den dritten Dombau, nachdem die ersten beiden (erbaut um 787 und 855) durch Feuer ganz oder teilweise zerstört worden waren. Nach dem Tod Brunos im Jahr 1045 vollendete sein Nachfolger im Bischofsamt, Adalbero, den Bau im Jahr 1075.